Wallfahrtsbasilika Maria Taferl

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Baugeschichte

Die Grundsteinlegung zur Wallfahrtskirche Maria Taferl, in die der Eichenbaum mit dem Gnadenbild einbezogen wurde, erfolgte am 25. April 1660. Bedingt durch Sammelverbote, Pest- und Kriegszeiten sowie die Türkengefahr sollte die Errichtung über 60 Jahre dauern. Die Weihe der Wallfahrtskirche fand am 29. Juni 1724 durch den Passauer Fürstbischof Joseph Dominikus Graf von Lamberg statt.
Baumeister der Wallfahrtskirche waren: Georg Gerstenbrand (†1667 oder 1668). Carlo Lurago (*um 1618; †1684) und Jakob Prandtauer (*1660; †1726).

Bedingt durch die lange Bauzeit von über sechzig Jahren wurde bereits vor der Schlussweihe die erste Ausstattung in Teilen erneuert. 1713-18 wurde die Kirche durch Fresken nach dem Entwurf Antonio Beduzzis (*1675; †1735) ausgestattet.

Restaurierungen fanden zur 200-Jahr-Feier der Grundsteinlegung 1860 statt und 1951-54, nachdem ein Teil des Langhausfreskos abgestürzt war. In den Jahren 1982/83 wurde die Kirche außen renoviert, 1998 die Turmhelme neu gedeckt. Die jüngste, 2004 begonnene, umfassende Generalsanierung betraf die Raumschale, die komplette Einrichtung sowie die Orgel. 2004/05 wurde zur Vermeidung von Verrußung eine eigene Kerzenkapelle an der Südseite errichtet, die von der Basilika aus zugänglich ist. Zur 350-Jahr-Feier der Grundsteinlegung 2010 konnte die Renovierung abgeschlossen werden. Dabei wurde auch der neue Volksaltar aus weißem Rauriser Marmor eingeweiht.

nach Text von Monika Soffner-Loibl - Kunstverlag Peda, Passau