Wallfahrtsbasilika Maria Taferl

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Paramentenkammer

Paramentenkammer der Basilika Maria Taferl
(Nicht öffentlich zugänglich)

Mit dem Umbau des Erdgeschosses im Pfarrhaus 2010 wurden auch zwei Räume für die Aufbewahrung unserer Paramente vorbehalten.
Diese zwei Räume wurden damals baulich fertiggestellt und mit einer Alarm- und Brandmeldeanlage ausgestattet.
Für die Einrichtung jedoch blieb zu diesem Zeitpunkt leider kein Geld mehr übrig.
Dankenswerterweise hat uns, wie in den vorangegangenen Jahren, der Verein zur Erhaltung der Basilika das Geld für die Einrichtung aus Veranstaltungen und Spenden zur Verfügung gestellt.
Mir persönlich war diese Errichtung ein großes Anliegen. Schon während der Renovierung der Basilika haben wir den gesamten Bestand der vorhandenen Paramente aufgenommen, inventarisiert und dokumentiert.
Da wir im Lauf der Zeit eine große Ansammlung von sehr wertvollen Beständen besitzen und diese sehr unsachgemäß gelagert waren, ist die Paramenten Kammer eine gute Investition für die Zukunft.
Was sind eigentlich Paramente?
Paramente (lat. parare mensam: „den Tisch bereiten“ oder lat. parare mentem: „den Geist bereiten“) sind die im Kirchenraum und in der Liturgie verwendeten Textilien, die oftmals künstlerisch aufwendig gestaltet sind.

Zu diesen liturgischen Textilien die der Priester bei der heiligen Messe trägt gehören nicht nur die gottesdienstlichen Gewänder, sondern auch die Bekleidung des Altares und die textilen Umhüllungen der liturgischen Geräte.
Durch ihre Ausgestaltung und Farbigkeit haben sie im wesentlichen Anteil an der Verkündigung und in Ableitung des lateinischen Wortstammes parare,
bereiten – der zentralen Aufgabe des christlichen Gottesdienstes, dem Allerhöchsten ein Fest zu bereiten.
Durch die verwendeten edlen Materialien, das hohe, technische und handwerkliche Können wurde einer würdigen Gestaltung der Liturgie entsprochen. Nicht der jeweilige individuelle Träger des Ornates ist dabei wesentlich, sondern die von ihm in Stellvertretung Christi vollzogene sakramentale Handlung.
Jede Zeitepoche brachte auch ihre dazugehörige „Mode“ mit. Besonders geprägt und üppig waren die Ornate der Barockzeit.
Im Zuge der liturgischen Erneuerung des 20. Jahrhunderts kam es zu einer Rückbesinnung auf den ursprünglichen Gewandcharakter der liturgischen Kleidung, die aber der Achtung und der gelegentlichen Verwendung der wertvollen historischen Textilien nicht im Wege stehen soll.

Das älteste bei uns vorhandene Stück wird mit dem Jahre 1540 datiert.

Ich glaube, dass wir mit dem Bau und Errichten einer Paramenten Kammer gut für die Zukunft investiert haben, um auch noch nachfolgenden Generationen diese Kunstwerke zeigen zu können.

Katalogisieren und Einräumen der Paramentenkammer

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